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Bohrlochsondierung

Bei einer Bohrlochsondierung wird der Baugrund in größeren Tiefen auf mögliche Kampfmittel oder kampfmittelverdächtige Anomalien überprüft. Dieses Verfahren kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn tiefere Bodeneingriffe geplant sind, zum Beispiel bei Spezialtiefbauarbeiten, Gründungen, Bohrpfählen, Spundwänden oder Verbauarbeiten.

 

Dabei werden zunächst Bohrpunkte nach einem festgelegten Raster oder anhand vorhandener Verdachtspunkte positioniert. Anschließend werden Bohrungen hergestellt und mit geeigneter Messtechnik sondiert. Die Messergebnisse werden fachtechnisch ausgewertet, dokumentiert und hinsichtlich möglicher Störkörper oder Verdachtsmomente beurteilt.

 

Werden auffällige Anomalien festgestellt, können weitere Maßnahmen erforderlich sein, zum Beispiel Kontrollbohrungen, Freilegungen oder eine Abstimmung mit den zuständigen Stellen. Ziel ist es, den geplanten Eingriffsbereich möglichst sicher zu bewerten und Risiken für die nachfolgenden Bauarbeiten zu reduzieren.

 

Eine Bohrlochsondierung schafft damit eine belastbare Grundlage für tiefergehende Erd- und Spezialtiefbauarbeiten und unterstützt eine sichere, strukturierte und nachvollziehbare Projektabwicklung.

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